Akte 9013 Kapitel 1

Tödliches Spiel
Schon als sie in der Tür steht, kann sie den Geruch seines Parfüms wahrnahmen. »Guten Tag Frau Wörnant«, begrüßt sie ihr junger Kollege Tobias Holte. Er reicht ihr einen Becher Kaffee. Frau Wörnant – Mia Wörnant – nimmt diesen wie immer mit einem leicht genervten Gesichtsausdruck entgegen. Sie kann Tobias einfach nicht leiden. Warum muss ausgerechnet sie einen Anfänger einarbeiten? Vor allem so einen blöden Sunnyboy, von allen geliebt, immer witzig und charmant, immer einen lässigen Spruch auf den Lippen. Mia tut sich selbst am meisten Leid. Dafür ist sie doch nicht Mordermittlerin geworden.
Ohne Tobias weiter zu beachten wandert sie durch den Raum. Ein Mann, so Ende 30 oder Anfang 40, liegt tot auf dem dunkel gefliesten Fußboden. Er tragt nur eine schwarze Boxershorts. Eine Schere steckt seitlich im Saum. Sein rechter Arm ist ausgestreckt und hält ein Messer in der Hand. Die Messerspitze ist auf das zweite Oper gerichtet. Eine hübsche junge Frau, höchstens Anfang 30, hängt leblos an einem hölzernen Kreuz. Ihre Arme und Beine sind x-förmig von ihrem nackten Körper nach außen gezogen und mit dicken Ledermanschetten am Kreuz befestigt worden. Eine Plastiktüte über dem Kopf, die dazu am Hals verschnürt wurde, lässt wenig Zweifel an der Todesursache.
Der Mann jedoch, weißt keinerlei Auffälligkeiten auf.
Mia schreitet weiter durch den Raum. Sie betrachtet alles sehr ausgiebig. Auf einem Tisch an der Wand liegen verschiedenste Peitschen, Dildos und Vibratoren. Dazu unzählige metallisch glänzende Gegenstände, von denen Mia keine Ahnung hat wozu diese dienen könnten. Genau genommen möchte sie es auch gar nicht wissen. Sie hat nichts übrig für solche Perversen.
Sie ist wohl eher das, was man allgemein als graue Maus betiteln würde. Kaum jemand kennt sie anders als mit ihrem blonden Pferdeschwanz, ihrem grauen, knielangen Rock, ihrer weißen Bluse und dem dazu passenden grauen Blazer.
Für eine Mordermittlerin ist dies jetzt nicht unbedingt eine besonders ungewöhnlich auffallende Garderobe, aber ist dies nicht nur ihre Dienstkleidung. Nein im Gegenteil. Es ist ihr absolutes Lieblingsoutfit. Für sie strahlt es Seriosität und Ordnung aus.
Ihr Blick schweift weiter durch den Raum. Außer dem hölzernen Kreuz stehen noch weitere eigenartige Konstruktionen herum. Ein Stuhl, der keine Sitzfläche hat, ein Pranger, durch den man Kopf und Hände stecken kann, eine Käfig, der von der Decke hängt, und noch weiteres, wobei sich Mia auch hier der Sinn entzieht.
Ihr fehlt etwas. Ihr fehlt der Ansatz einer heißen Spur. Etwas vollkommen unauffälliges, halt genau das kleine Puzzlestück, für dass sie so berühmt ist und welches sie schon Anfang 30 zur Kommissarin gebracht hat. Wo ist eigentlich Amelia?
Sie geht zu einem runden Hocker und setzt sich. Ehe sie reagieren kann, sinkt die Sitzfläche unter ihr weg und ein harter Gegenstand stößt ihr von unten gegen den Rock. Mit einem entsetzten Aufschrei verliert sie das Gleichgewicht und fällt rückwärts vom Hocker.
Tobias eilt ihr lachend zur Hilfe. »Mia. Ähh… Frau Wörnant. Ist alles okay?« Er reicht ihr seinen Arm um ihr auf zu helfen. Doch Mia wendet sich ab.
Beim Sturz hat sie den Mülleimer, der unter dem Tisch stand, umgeworfen und neben Verpackungen und verklebten Papiertaschentüchern war eine braune Medikamentenflasche herausgerollt.
»Handschuh.«, befiehlt sie Tobias ohne weiter auf seine Hand einzugehen. Auch er hat ihrem Blick folgend die Flasche entdeckt und reicht Mia sofort ein Paar Gummihandschuhe.
Noch auf dem Rücken liegend zieht sie diese über und nimmt die Flasche in die Hand.
»Sanocuorit.«, liest Mia vor. »Wirkstoff: Digitalis.«
»Fingerhut?«, setzt Tobias lapidar ein. »Das ist ein Herzmedikament. Dann war der Herr wohl Herzkrank und hat sich beim Liebesspiel etwas übernommen. Als er umgekippt ist, ist seine Frau beim Spiel mit der Atemkontrolle unter der Tüte erstickt. Es ist also ein tragische Unfall. Komm! Fall gelöst.« Stolz auf seine eigene Kombinationsgabe hält er Mia wieder die Hand entgegen.
Doch diese schüttelt den Kopf. »Nichts Fall gelöst.« Sie greift nun Tobias Hand und lässt ich aufsetzen. Mit ihrem Finger tippt sie auf das Etikett. »Gestern abgefüllt und heute schon leer?«
Tobias schaut sie etwas ratlos an. »Naja, vielleicht…«
Mia unterbricht ihn. »Gestern war Sonntag. Heute ist die Flasche leer. Kommt das nicht selbst dir auch ein wenig komisch vor?«
»Doch, stimmt schon. Also gehen wir zur…«, er nimmt ihr die Flasche aus der Hand und liest kurz, »Nashorn Apotheke?«
Mia steht auf, streicht ihre Kleidung glatt und geht.

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