Beziehungsunfähig 6

Nun folgt der sechste Teil der Geschichte. Sie ist sogleich der letzte Part des Sarah-Zykluses; stellt aber nicht das Ende der Geschichte dar.
Schließlich geht es ihr um Ben; nicht um Sarah.
Das schreibe ich, um eventuelle Missverständnissen vor zu beugen.

Mal schaun, wo es ihn danach hintreibt…

Es empfiehlt sich wie immer, die voran gegangenen Teile zu lesen.

Na dann; viel Spaß!


Ramov

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Das Sarah-Martyrium

Dieser verdammte Dorn.

Drei Tage war es nun her. Drei triste, endlose, zermürbende Tage. Seit dem kein Zeichen von Sarah. Ich traute mich kaum, die Wohnung zu verlassen; in der Angst, Sarah könnte gerade dann vorbei kommen.
Nun, an diesem dritten Tage, musste ich trotzdem raus; was zu essen kaufen.
Ich bin mir nicht sicher, was ich für ein Bild dabei abgab. Zur Kaufhalle rennen, hektisch einkaufen, wieder rennend den Heimweg bestreiten. Mit vollen Beuteln.

Nur um dort wieder zu warten. Auf und ab zu gehen. Zum Fenster. Hinaus schauen. Wieder weg. Wiederholung.
Aber niemand kam. Außer der Postbote. Nicht mal für mich.
Als wir miteinander fertig waren, machte er einen leicht verunsicherten Eindruck. Egal.

Und dazwischen: nichts.

Fernsehen empfand ich als unerträglich. Welcher Tag war eigentlich heute? Mittwoch? Donnerstag? Donnerstag.
Am Samstag kamen meine Eltern aus dem Urlaub zurück. Gut, dass sie mich so nicht erleben mussten.

Es gab nichts, außer meinen Gedanken.
‘Was hatte ich nur falsch gemacht? ‘
‘Gar nichts!’
‘Alles?’
Irgendwo zwischen diesen Extremen musste mein Verderben gelauert haben.

Immer und immer wieder versuchte ich die Schluss-Momente der letzten Begegnung zu analysieren. Wo hatte sich der Dorn versteckt, der sich jetzt in mein Fleisch grub?
Ich fand ihn nicht. Und doch war er allgegenwärtig.
Scheiß Dorn.
Scheißdrecksverdammter Dorn.

Am ersten Tag hatte ich nicht mit ihr gerechnet. Nicht so richtig jedenfalls; obwohl ich mir ein kleines Vielleicht-ja-doch offen hielt.
Aber sie kam nicht.
Schon ok, hatte sie ja gesagt.
Der zweite Tag war lang. Der Längste meines Lebens. Warten. Warten. Und nochmals warten.
Mein Fehler war, dass ich für diesen Tag schon mit einer Heute-bestimmt Mentalität aufwachte.
Und der dritte Tag war…

Da schellte es an der Tür. Jemand war schon davor; es war nicht das rasselnde Läuten, wenn man vor der Haustür die Klingel betätigt.
Vor Schreck wäre ich beinahe der Länge nach umgefallen.
Ich hastete zur Tür, riss sie regelrecht auf.

Die Nachbarin, die eine Etage über uns wohnte, stand davor. Sie zuckte zusammen und trat einen Schritt zurück.

„Ähm, hallo Ben. Ich wollte nur mal fragen, ob du ein Paket für mich entgegen genommen hast.“ Fragte sie leicht eingeschüchtert. Wobei sie in einer scheinbar beschwichtigenden Geste die Hände hob.

„Klar hab ich das!“ Entgegnete ich freundlich. Nun entspannte sich meine Nachbarin ein wenig.
„Ich hols schnell.“
Ich tat es.

„Dankeschön!“
„Bitteschön!“
Ich wollte die Tür wieder schließen, als ich erneut die Stimme meiner Nachbarin hörte.

„Ben?“
Ich lukte durch den Türspalt.
„Ja?“
„Gehts dir gut?“
‘Komische Frage.’
„Klar. Warum?“
„Na ja, siehst nicht so gut aus.“
‘Na danke für die Blumen.’
„Ne, alles ok.“

Nach einer kurzen Pause fügte sie noch hinzu: „Na gut, wenn du das sagst.“
Dann hob sie ihr Paket, schüttelte es zwei mal kurz und mit einem „Danke noch mal!“ ging sie.

Endlich.
Nun konnte ich wieder in Ruhe warten.
Ich hatte Durst. Ging zum Kühlschrank. Schaute hinein. Nichts zu trinken drin.

‘Was zur Hölle?’
Ich hatte doch auch Getränke gekauft? Wo ist der Kram denn hin. Nach einem Rundblick durch die Küche sah ich die Beutel vor dem Küchentisch stehen.
Dort, wo ich sie abgestellt hatte, als ich wieder kam.

‘Wie lange war das her?’
Ich sah auf die Uhr
‘Anderthalb Stunden.’

Na ja, sollte nichts schlecht geworden sein.
Ich räumte die Beute aus und den Kühlschrank ein. Dann nahm ich eine Dose Cola und ging in das Wohnzimmer.
Ich setzte mich auf die Couch. Trank. Es war zwar warm, tat aber dennoch gut.

‘Sie kommt nicht.’
‘Das weißt du nicht!’ Ich war schockiert über meinen eigenen Gedanken. Wo kam der her? Aber ich erkannte diese fiese Stimme sofort. Sie ging mir schon öfters auf die Nerven.

‘Natürlich weiß ich das nicht.’
‘Na also. Warum sagst du das dann?’
‘Weil ich es glaube.’
‘Und warum glaubst du das?’
‘Weil ich keinen Grund wüsste, warum sie kommen sollte.’

Diese Perspektive hatte ich noch gar nicht betrachtet.

‘Aber sie hat doch gesagt, dass sie sich meldet.’
‘Das stimmt. Aber heißt das, dass sie kommt?’

Au Backe – das stimmt!
Aber wie sollte sie sich melden? Einen Brief schreiben? War ich heute schon am Briefkasten?
‘Das ist doch albern!’

Nachdem ich so eine Weile grübelnd da gesessen hatte, merkte ich, wie meine Beine schmerzten. Als ob ich den ganzen Tag gestanden hätte oder gelaufen wäre.

‘Haha, Ben. Haha.’

‘Ach lass mich doch in Ruhe.’

‘Ich bin nur ehrlich mit dir.
Mal zusammen gefasst: Sarah hat gesagt, dass sie sich meldet. Sie hat nicht gesagt wann. Oder wie. Vielleicht heute. Vielleicht morgen. Vielleicht nächste Woche. Vielleicht irgendwann? Egal wie lange es dauert, sie wird nicht gelogen haben.’

Das stimmt.

‘Und mal im Ernst, Ben. Warum sollte sie sich bei dir melden? Nur, weil sie es gesagt hat? Warum sollte sie ihr Wort halten? Weil sich alle Menschen daran halten, was sie versprechen? Das solltest du besser wissen.’

Das stimmt.

‘Wie oft Ben? Wie oft?’

Ist ja gut.
Wieso kam mir dieser Gedanke erst jetzt?

‘Warum sollte sie sich bei dir melden, Ben? Wer bist du, dass sie sich daran hält?’

‘Ich bin…’

‘Wer bist du für sie?’

‘Ich… ich bin ihr…’

‘Na was, Ben? Ihr Freund? Hat sie das gesagt?’

Nein, das hatte sie nicht.

‘Also? Wer bist du für sie?’

Das Echo dieser Frage klopfte in mir. Ich wusste keine Antwort darauf.
Der Erschöpfung durch das permanente Warten nicht bewusst, schlummerte ich ein.

Doch selbst im Schlaf fand ich keine Erlösung von den quälenden Fragen.
Stimmen höhnten, verlachten mich. Klingelten in meinen Ohren. Klingelten, als ob es kein Morgen gäbe und mich schellend in meinen Abgrund trieb.
Ich schreckte hoch. Es klingelte. Immer noch.
Bis ich realisierte, dass es von der Wohnungstür kam. Jemand klingelte Sturm.

‘Was zum Henker?’

Ich raffte mich hoch und schlurfte zur Tür.
Es klingelte und klingelte.

„Ja doch, verdammte Axt!“

Ich nahm den Hörer der Gegensprechanlage ab.

„Ja?“
„Ich bins!“ kam als Antwort.
„Ok.“ Damit drückte ich den Türsummer.

‘Wer ist es?’
‘Keine Ahnung. Ich.’
‘Moment mal.’

Wem hab ich eigentlich gerade die Tür aufgemacht?
Der Geschwindigkeit der Schritte nach zu urteilen würde ich das alsbald erfahren.
Ich stand in der Tür, immer noch den Schlaf im Gesicht und harrte.

Als ich sah, wer da hoch gestapft kam, schienen sich meine Beine zu versteinern.

Wie Schlangen wirbelten die Haare um den Kopf bei ihrem raschen Aufstieg.
Gleich einer modernen Medusa.
Es war Sarah.

„Man, ist das ein Wind draußen.“ schnaubte sie fröhlich als sie bei mir ankam. Sie versuchte, ihre Frisur wieder zu richten. Jedoch ohne großen Erfolg.

„Ist was? Was guckst du so?“

Oha, eine direkte Frage an mich. Mir wurde bewusst, dass ich mit offenem Mund in der offenen Tür stand. Wenigstens war mein Hosenstall zu; dass hätte sonst das Bild in Gänze abgerundet.
Ich schloss geräuschvoll den Mund. Nicht gerade dezent. Sarah gluckste.

„Wie siehts aus, lässt du mich rein?“
Ich trat bei Seite und gewährte ihr Einlass. Und schon war sie drin.
Nun schloss ich auch die Tür.

Ich stand nur da, sah sie an und konnte immer noch nicht recht glauben, dass sie da war. Nachdem ich solange auf sie gewartet hatte, war sie tatsächlich hier. Das sich das irgendwie nicht real anfühlte lag wohl daran, dass ich so brüsk aus dem Schlaf gerissen wurde.

Sarah blickte mich an, dann kam sie auf mich zu. Bis sie direkt vor mir stand und mich von unten ansah.
„Hi mein Großer.“ lächelte sie zu mir herauf, stellte sich auf die Zehenspitzen und küsste mich.

Jetzt wusste ich wieder, warum ich auf sie gewartet hatte.
Ich umfing sie mit meinen Armen, zog sie etwas hoch und gab ihr einen Kuss. Sie schloss ihre Augen und erwiderte meinen Willkommensgruß. Ihre Hände hinter meinem Nacken verschränkt.
Dann nahm ich sie in meine Arme und hielt sie eine kleine Ewigkeit.

„Du hast mir gefehlt.“ Hauchte Sarah an meinem Ohr; drückte sich dabei an mich.
Mein Herz schwoll an und zerbarst. Glückseligkeit füllte meinen Brustkorb.
Ich zog sie eng heran. Sie schmiegte sich an mich. Ich wünschte mir, ich könnte mich in sie drücken. Das wir in der Umarmung miteinander verschmolzen.

Sarah stemmte sich von mir.
„Nicht so fest. Du zermalmst mich ja.“ lächelte sie mich an.
Ich schmunzelte.

„Willst du mich nicht auffordern, es mir bequem zu machen?“ fragte sie, immer noch lächelnd.
„Mach es dir bequem!“ Ich zeigte in einer weit ausholenden Geste Richtung Wohnbereich.

„Hast du was dagegen, wenn ich meine Schuhe ausziehe?“
„Ich bestehe darauf.“
Gigelnd entledigte sie sich ihres Schuhwerks.
Dann sah sie mich wieder an, sagte „Folge er mir.“, drehte sich in einer majestätisch wirkenden Weise um und stolzierte mit ausgreifend grazilen Schritten zur Wohnstube.
Feixend kam ich ihr nach.
Keine Ahnung, warum ich vorher so negativ sein konnte.

Sarah stand bereits vor meiner Schlafcouch.
„Ich sehe, er hat schon alles hergerichtet.“ Stellte sie fest.
„Wie geheißen“ erwiderte ich, obwohl ich wusste, dass sie es so nicht meinen konnte.

Sarah ließ sich kokett nieder. Die Beine übereinander geschlagen, Hände gleichsam gelegt.
Ich trat vor sie. Sie sah zu mir auf. Dieses mittlerweile so vertraute Lächeln umspielte erneut ihre Lippen. Sie stützte sich nun auf; die Arme hinter ihrem Rücken.
Schließlich beugte ich mich zu ihr herunter. Gleichzeitig sank sie zurück, bis sie auf ihre Ellenbogen gestützt zum liegen kam.
Ich strich mit meiner Wange an Ihrer entlang. So schön.
Meine Lippen hauchten kleine Küsse auf ihr Antlitz.
Sie tat es mir gleich.
Bis wir schließlich Aug in Auge voreinander waren.

Zeitgleich umgriff ich mit meiner Rechten ihren Rücken, sie mit ihrer meinen Nacken. Dann versanken wir ineinander.
Nach einiger Zeit wurde diese Haltung recht anstrengend; ich stützte mein linkes Knie auf die Couch.
„Aua!“
Ich schreckte hoch und sah nach unten; stellte fest, dass ich etwas von ihrem Oberschenkel eingequetscht hatte. Sofort nahm ich mein Bein wieder zurück.
Sarah rutschte ein wenig nach oben, um Platz zu verschaffen.
Dann kniete ich erneut.
„Entschuldigung.“ flüsterte ich.
„Macht nichts.“ kam zurück; dann zog Sarah meinen Kopf wieder zu sich, sodass wir unser Spiel aufnehmen konnten.
Mein Knie kam ihr nach, bis es ihren Schenkel berührte. Worauf Sarah auf ihrem Po nach hinten glitt. Ich folgte ihr. Sie rutschte weiter hoch. So robbten wir fließend auf die Couch, unseren Kuss nicht unterbrechend.
Letztlich kamen wir liegend zum Stillstand.

Ich ließ mich zu ihr herab; halb zog sie mich, halb sank ich.
Jetzt verstand ich auch das.

So lagen wir nun, in uns selbst vertieft. Ich spürte, wie ihre Zunge an meinem Mund anklopfte, ganz zaghaft. Sie durfte passieren. Ihre Zungenspitze umspielte die Meine; ein ganz neues Gefühl. Ich erwiderte ihr Spiel. Drängte sie in ihren Mund zurück, sie ließ es ohne Wehr zu. Ließ ihren Mund erobern. Startete Gegenangriffe, allesamt erfolgreich.

Unsere Hände fanden währenddessen keine Ruhe; wie in Trance fuhren sie über den Leib des Anderen. Streichelten Haut. Kneteten Fleisch.
Endlos schön. Endlos kurz.

Nachdem unser erster Hunger gestillt schien, kamen wir langsam zur Ruhe. Nasenspitze an Nasenspitze.
Bis wir uns nur noch hielten; hier und da ein Küsschen. Ab und an ein Streicheln.
Ich genoss ihre Nähe. Wärme. Ihren Duft. So süß. Und würzig.
Sarahs ganzer Körper schien zu glühen; verströmte ein fleischiges Aroma. Selbst heute finde ich keinen anderen Ausdruck dafür.

Nach einer Weile dieser Innigkeit, die aus meiner Sicht nur durch das Ende der Welt hätte gebührend beendet werden sollen, bemerkte ich, wie ich angestupst wurde.

„Hallo, hörst du mir zu?“ fragte Sarah.

Ich war verdutzt; ich hatte gar nichts mitbekommen. Was war nur mit mir los?

„Wie bitte?“ Was besseres fiel mir ad hoc nicht ein.

Sarah feixte.
„Du Träumerlinchen.“ wobei sie mir sanft über die Wange fuhr.
„Ich hatte gefragt, ob ich bei dir Duschen kann. Bin schon seit heute früh auf den Beinen. Und ich kann mich langsam selber riechen.“
Nun, das konnte ich auch. Obwohl ich es ein wenig schade fand, dass das Alles jetzt einfach so abgespült werden sollte sagte ich „Klar!“

Sarah erhob sich, streckte ein wenig die Beine aus. Dann ging sie zur Tür.

„Das Badezimmer ist…“ hob ich an.
„Weiß ich doch!“ trällerte sie. Und schon war sie weg.
Wenige Augenblicke später hörte ich die Badezimmertür schließen.

‘Ach, Sarah. Mein Engel.’
Ich drehte mich auf den Rücken und verschränkte die Hände über dem Bauch.
‘Mein süßer, kleiner…’

Just da vernahm ich erneut die Tür zur Waschstube. Rasche Schritte. In meine Richtung.

‘Was ist passiert?’

Die Tür der Wohnstube wurde aufgestoßen. Sarah stand darunter. Sah mich an. Ernst. Streng.
Ein Schrecken durch fuhr mich, was hatte ich getan?
Sarah kam in Richtung Couch, blieb vor der Lehne stehen.
Mir wurde heiß und kalt.
Sie fokussierte mich weiter.
Streng.
Unnachgiebig.

‘Oh mein Gott!’
Ich verspürte plötzlich einen energischen Druck auf meiner Blase.

Dann hob sie die rechte Hand, richtete den Zeigefinger auf mich.
Schier endlose Sekunden strichen vorüber, bis sie sagte:

„Ich brauche ein Handtuch!“

Ich benötigte ein paar Momente, um das Gesagte zu verinnerlichen. Davon mal abgesehen, dass ich durch ziemlich lautes Gebimmel, welches wohl nur mir wahr zu nehmen vergönnt schien, leicht abgelenkt war.
Gott sei dank war auch der Harndruck eher psychosomatischer Natur.
Ansonsten wäre das weitere Geschehen in eine unvorhersehbare Richtung gedriftet.

Doch so blieb alles trocken.

Immer noch leicht durcheinander stand ich auf.

„Ja, stimmt. Ich hol dir eins.“
Für meinen Geschmack klang das ein wenig zu stammelnd; Sarah schien sich hingegen bestens zu amüsieren.
„Hab dich kalt erwischt, was?“ fasste sie schließlich zusammen, als ich ihr das Handtuch brachte.
„Jup.“ Gab ich unumwunden zu.

Mit einem fast schon anzüglichen Grinsen entfernte sie sich zum Waschgang.
Und ich auf die Couch.

Man, mein Herz schlug immer noch wie wild. Und das, obwohl ich mich eigentlich lange beruhigt hatte. Ich mochte mir gar nicht ausdenken, wie es in dem Moment hätte sein sollen…
‘Nie hat man sein EKG zur Hand, wenn man es brauchen würde.’ feixte ich in mich hinein.
Auf jeden Fall war ich nun hellwach.
Dafür war gesorgt. Gründlich.

‘Wie spät ist es eigentlich?’
Gute Frage. Seit Sarahs Erscheinen hatte ich keine Gelegenheit gefunden, auf die Uhr zu schauen. War auch bis jetzt nicht wichtig.
Ich sah auf die Uhr. Gleich um Sieben.
‘Was? So spät schon?’
Wie lange hatte ich geschlafen?
Ich versuchte die Zeit abzuschätzen, die vergangen war ab dem Zeitpunkt, als sich wach geklingelt wurde. Schwierig.
Letztlich kam ich zu dem Schluss, dass ich wohl wenigstens zwei Stunden geschlummert haben musste.

Das es bereits zu fortgeschrittener Stunde war, konnte man schon am Lichteinfall erkennen. Aber so spät?
Dadurch, dass ich tagsüber die Rollos halb herunter gelassen hatte, um der Hitze ein wenig entgegen zu wirken, war es recht schummrig gemütlich im Wohnzimmer.

‘Muschi buh buh Beleuchtung.’ waberte es tiefsinnig durch mein Bregen.
Und wieder rang ich mir selbst ein feixen ab.

‘Wenn ich schon so gemütlich hier rum lunger, kann ich auch eine rauchen.’
Gedacht, getan.

Ich hatte kaum drei Züge genommen, hörte ich auch schon, wie die Tür des Badezimmers geöffnet wurde.
‘Also, sie ist wirklich eine von der schnellen Sorte.’ Dachte ich respektvoll, da betrat Sarah auch bereits das Wohnzimmer.

Sie hatte ihr Shirt, welches ihr, da es etwas groß geraten war, bis über die Hüften ging, wieder angezogen. Auf ihre Hose hatte sie verzichtet.
Merkwürdig.

„Ah, das tat gut!“ sagte sie strahlend. Dann umrundete sie mein Lager und setzte sich neben mich.
„Oh ja, eine rauchen. Das ist ne gute Idee!“

„Ich weiß, ist ja auch von mir.“ grinste ich sie an. Wodurch ich mir einen kleinen Knuff einhandelte.

So saßen wir rauchen beieinander und hingen unseren Gedanken nach. Von Ihren kann ich nichts berichten. Aber meine drehten sich um sie.

Ich betrachtete sie mir.
Ihre Haare schienen, abgesehen von den Spitzen, trocken zu sein. Vermutlich hatte sie sie hoch gebunden.
An ihrem Hals konnte ich noch einzelne Wassertropfen erkennen.
‘Wie die wohl schmecken würden?’
Ihr Shirt lag locker an ihr. Nur hier und da war es an ihre Haut gepresst.
Die Arme schimmerten; fast wie eingecremt.
Ich dachte aber nicht, dass sie dafür Zeit gehabt hatte. Geschweige denn etwas bei sich, um sich damit einzucremen.
Auch ihre Beine glänzten.
Dann ließ ich den Blick wieder nach oben wandern.
Sarah musterte mich. Die halb gerauchte Zigarette in der Linken auf der Höhe des Gesichtes. Den rechten Mundwinkel lächelnd hochgezogen. Dunkel.

„Ich hoffe, du hast nichts dagegen, dass ich es mir ein wenig luftig gemacht habe.“ Dabei strich sie mit der rechten Handfläche über ihren Schenkel.
Ich nickte.
„Ist auch viel besser so, find ich.“
Erneutes Nicken. Warum sollte sie schwindeln?
„Wirklich besser. Hier fühl mal.“
Damit nahm sie meine rechte Hand, verschränkte ihre Finger in die Meinen, und legte sie auf ihr Bein.
Sie fühlte sich verlockend kühl an. Verheißend samtig. Verzehrend fest.

Ich strich mit meiner Hand über ihr Bein. Bis zum Knie. Dort angekommen ließ ich meine Finger auf die Innenseite ihres Schenkels wandern. Dann glitt ich wieder zurück, bis über die Hälfte ihres oberen Beins. Kehrte wieder in Ausgangsstellung zurück; kam mit meinem Daumen vor Sarahs Hüfte zum Halt. Drückte das weiche, feste Fleisch.
Das alles tat ich unter Sarahs musternden Blick. Sie löschte ihre Zigarette.
Hob ihre rechte Hand über mich; stützte sie neben meine Hüfte auf. Durch diese Bewegung glitt meine Hand von ihrem Schenkel über ihren Bauch. Als Sarah sich über mich beugte, kam meine Hand schließlich auf ihrer Taille zu liegen. Nochmals drückte ich sanft zu.

„Und, besser?“
„Viel besser.“ bestätigte ich heiser.

Sarah griff mit ihrer Linken meinen Arm, dessen Hand sie streichelte, am Ellenbogen. Fuhr an ihm herauf, bis sie an meiner Schulter stoppte.
Sie zupfte mit ihren Lippen an Meinen. Erst spielerisch, dann fordernder.
So über mich gebeugt wurde ihr Kuss wilder und ungestümer; schon fast bis es schmerzte. Ich ergab mich ihm und gab ihr, wonach ihr verlangte. So gut ich konnte.
Meine Hand war von ihrer Taille auf die Weichheit ihres Rückens gewandert.
Dann ließ sie von mir ab, schenkte mir einen tiefen Blick.
Wortlos schwang sie ihr rechtes Bein über mich, sodass sie auf mir zu sitzen kam; den Rücken durchgedrückt, die Hände links und rechts neben meinem Kopf.
Die Schultern hochgezogen, so dass es fast schien, als wäre ihr Hals verschwunden, sah sie von oben auf mich herab.
Ich spürte ihr sanftes Gewicht auf meinem Becken. Auf meinem Glied. Ein wundervolles Gefühl der Beengtheit.
Meine Hände glitten erneut ihren Schenkeln herauf, bis zu ihrem Slip. Strichen darüber zu ihrem Po. Umfassten in.
Sarah zeigte wieder ihr Lächeln. Begann, ihr Becken vor und zurück zu schieben. Das Gefühl der Beengtheit nahm angenehm zu. Sie legte ihre Stirn an Meine.

„Stört es dich auch wirklich nicht, dass ich keine Hose mehr anhabe?“ flüsterte sie.
Ich schüttelte mit dem Kopf; war mir auch nicht sicher, was ich hätte sagen sollen.

Sie hob den Kopf, stoppte mit ihren Bewegungen.
„Nun, dann gleiches Recht für Alle.“ Wieder flüsternd, dennoch lag noch etwas in diesem Satz. Etwas, das ich nicht eindeutig erkannte. Aber das war mir auch nicht so wichtig. Wichtig war nur sie. Und das sie bei mir war.

Noch bevor ich agieren konnte glitt sie von mir herab, griff mit den Daumen seitlich in meine Shorts und zog. Durch die Plötzlichkeit der Situation ließ ich es einfach geschehen. Ich wollte mich auch nicht wehren.
Aufgrund der Größe meines Beinkleids hatte sie keine Probleme, mich davon zu befreien.
So galt nun bekleidungstechnischer Gleichstand.

Als Sarah mit ihrer Befreiungsaktion zufrieden war, kam sie wieder zu mir hoch. Vielmehr kam sie auf allen Vieren auf mich zu.
Ich hatte seltsamer Weise das Bild einer Katze vor Augen, welche sich gemächlich ihrer Beute nähert.
Das Dekolletee ihres Shirt ließ keinen Zweifel daran, dass sie barbusig war. Deutlich konnte ich den Spalt erkennen, der ihre Brüste teilte. Die weichen Rundungen; fast bis zu den Brustwarzen.

Mein Herz schlug mir bis zum Hals und wieder zurück zu meinem Glied, welches sich immer deutlicher in meinem Slip abzeichnete.
In einem tranceähnlichem Zustand verfolgte ich, wie Sarah immer höher kam, bis sie wieder auf mir saß.

Sarah grub ihre Hände unter meinen Kopf. Legte erneut ihre Stirn an die Meine.
Senkte ihren Oberkörper herab, bis ich spürte, dass ihr Busen meine Brust berührte. Zuerst ganz sanft. Dann immer mehr. Ihr Shirt wölbte sich nach oben; helle Haut glänzte im Zwielicht.
Als ich meine Hände wieder auf ihren Po legte, atmete Sarah hörbar aus. Als ob sie darauf gewartet hätte.
Mein Glied hatte sich währen dessen versteift, lag zwischen uns. An ihrem Bauch.
Sarah bewegte wieder ihr Becken. Rieb an mir. An ihm.

Ich konnte fühlen, wie mein Puls raste. Die Schlagader schien aus meinem Hals springen zu wollen.
Leichter Schwindel umfing mich.

Wenn ich jetzt abklappe; na das konnte ja heiter werden.

‘Aber so sei es!’

Ich freundete mich gerade mit dem Gedanken an, den Rest des Abends bewusstlos zu verbringen, als sich Sarah wieder aufrichtete.

Keuchend starrte ich zu ihr hoch. Helle Lichtblitze in meinen Augenwinkeln umrahmten wie gewollt ihr Bild. Das hatte schon beinahe etwas Magisches.

Sarah sah zu mir zurück. Diesmal völlig ernst. Hektische Flecken schmückten ihre Wangen. Und ihre Stirn. Ihr ganzer Leib schien zu dampfen. Ihre Hände lagen auf den Meinen; welche sich noch auf ihren Schenkeln ruhten. Ihr Becken bewegte sich fast unmerklich vor und zurück.

„Ben?“ hauchte sie.
„Ja?“ krächzte ich hauchend zurück.
„Magst du…“ begann sie. In der Pause, die nun folgte, schien es so, als ob sie selber nicht genau wusste, wie die Frage weitergehen sollte. Sarah kaute auf ihrer Unterlippe.
Obwohl ich oft nicht in der Lage schien, Sarahs Verhalten zu deuten; in diesem Moment kam es mir vor, als ob ich das selbe wie sie fühlen konnte.
Unsicherheit.
Ungewissheit.
Ein wenig Angst.

Egal, worauf sie mit ihrer Frage hinaus wollte – ich nickte.

Nun stahl sich wieder ein kleines, liebenswertes Lächeln auf Sarahs Lippen.
„Ich auch.“ Hauchte sie erneut, diesmal etwas belegt.
Sarah umgriff meine Hände, welche immer noch auf ihren Schenkeln lagen. Schob sie unter das Shirt, welches auf ihrer Taille ruhte.

Wie wunderbar samtig ihre Haut schien. Wie weich und zart ihr Fleisch.
Ich genoss jeden Millimeter, den ich ertastete. Meine Hände umfingen sie, die Daumen Richtung Bauchnabel.
Sarah beugte sich wieder langsam zu mir herab; stetig meinen Blick erwidernd. Ihn prüfend.
In dieser Bewegung glitten meine Hände sanft ihrem Körper hinauf.
Meine Daumen, nun leicht nach oben zeigend, passierten den Rippenbogen. Streiften ihren Busen.
Die Weite ihres Shirts ließen genug Spielraum für diese Zärtlichkeit.
Kurz bevor ich ihr Schlüsselbein erreichte, stoppte Sarah in ihrer Abwärtsbewegung. Ihr Oberkörper entfernte sich ein Hauch von mir, sodass meine Hände nach vorn glitten. Dann kam sie mir wieder näher. Meine Fingerspitzen fuhren wieder an ihr hoch; berührten fast ihre Schulter. Meine Handballen kamen auf ihrer Brust zu liegen. Lagen federleicht auf dem oberen Ansatz ihrer Brüste.

Während des gerade Beschriebenen waren Sarahs Beckenbewegung gänzlich erstorben; sie saß ganz ruhig auf mir. Nun begannen sie wieder. Ganz sanft. Natürlich. Als ob sie unabdingbar wären.
Sarah und ich blickten uns immer noch an. Ich unter ihr liegend, sie auf mir; mit den Händen an der rückwärtigen Lehne der Couch gestützt.
Ich bezweifle jedoch, dass ich auch nur einen annähernd liebenswert Anblick anbot.
Sarah schaute mir tief in die Augen. Mit rosigen Wangen. Den Mund wie in einem Ausdruck der Verwunderung leicht geöffnet. Stoßweise hörte ich ihren Atem.

Im selben Moment, als ich meine Finger leicht spreizte, bog Sarah ihren Rücken durch.
Ihr Oberkörper hob sich dadurch nur Zentimeter an.
Meine Hände glitten an ihr herab.
Aber das ist nicht die ganze Wahrheit; vielmehr glitten durch diese Bewegung ihre Brüste langsam in meine Hände.
Ich spürte, wie ihre samtig verheißende Haut über meine Handflächen strich. Ganz langsam. Wie ihre leicht erigierten Brustwarzen meine Handballen passierten. Die Welt schien kurz still zu stehen.
Bis ich ihre Brüste umschloss. Ohne Aussicht jedoch, sie voll zu umfassen.

Schwer und leicht, weich und fest lag ihr Busen in meinen Händen. Ihre seidige Gewalt zwischen meinen immer noch gespreizten Fingern.
Unglaubliche Hitze schien von Sarah abzustrahlen; ihre Brüste wirkten dabei schon fast kühlend.
Wie perfekt sie in die Aushöhlung meiner Hände passten konnte ich kaum fassen.

Sarah sah immer noch auf mich. Leicht verklärt. Leicht abwartend.

„Sind sie zu groß?“ Hörte ich sie flüsternd fragen.
Ich konnte darauf nicht antworten. Die einzige Antwort darauf war Nein; aber das schien zu banal für diesen Moment.
Für eine Umschreibung, wie wundervoll es war, fehlte mir jedoch der nötige Odem.

So schaute ich ihr nur weiter in die Augen, während sie mich so aufreizend betrachtete.
Ich umgriff ihr Fleisch etwas fester, gab ihr so nonverbal eine Antwort.
Sarah wiederum erwiderte dies mit einem gepressten Seufzen. Ihr Becken ruckte zurück. Ihr Oberkörper drückte sich nach unten; ihre Brüste pressten sich in meine Handflächen.
Ihr köstliches Fleisch gab kaum nach, quoll dennoch zwischen meine Finger.
Stirn an Stirn waren wir wieder aneinander.
Ihre Hände immer noch neben meinem Kopf abgestützt. Meine immer noch um ihre Brüste gefasst.

Sarahs Beckenbewegungen wurden nun wieder spürbarer; rieben an meinem Glied, welches sich schon seit geraumer Zeit bemerkbar gemacht hatte.
Wieder griff ich fester in ihr weiches Fleisch.
Wieder seufzte Sarah.
Dann versiegelte sie sich selbst in einem Kuss.

Schließlich richtete Sarah sich auf; meine Hände glitten von ihr, kamen wieder auf ihren Schenkeln zu liegen.
Leicht schnaufend sah sie mich an. Ihr Becken kreiste sanft auf mir. Ich spürte ihre Hitze auf meinem Glied. Selbst die beiden Slips zwischen uns konnten sie nicht verhehlen.

Sarah griff in den unteren Bund ihres Shirts, wartete einen Moment; als ob innerlich mit sich selbst ringen würde.
Dann schloss sie die Augen und zog ihr Shirt in einer fließenden Bewegung nach oben; über ihren Kopf. Dann hob sie ihre rechte Hand und verdeckte ihre gerade erst entstandene Blöße.

Ganz plötzlich, genauso unverhofft wie erfleht, saß Sarah mit nacktem Oberkörper auf mir.
Die Augen immer noch geschlossen. Schwer atmend hob und senkte sich ihr Busen.

Ich konnte mir nicht vorstellen, dass ich mich jemals an diesem Anblick satt sehen würde können.
Der sanfte Schwung ihrer Taille. Die Rundungen ihrer Schultern, die anmutig fließend zu ihrem Hals gipfelten. Hinunter zu ihrem Arm, dessen unterer Teil ihre rechte Brust verhüllte. Zu ihrer Hand, welche die andere Brust umschloss. Aufgrund der Größe ihres Busen gelang es jedoch lediglich, ihre Brustwarze zu verhüllen.
Mein Blick wanderte wieder zu Sarahs Antlitz. Sie hatte mittlerweile ihre Augen einen Spalt weit geöffnet und linste zu mir herab. Schwer atmend.

„Du bist wunderschön.“ Hauchte ich. Auch wenn mir heute klar ist, dass das der so ziemlich abgedroschenste Spruch ist; in dem Moment war es das Einzige, das ich sicher wusste.

„Wirklich?“ Sarah lächelte; ein wenig Erleichterung schien darin zu schwingen. Woher ihre Unsicherheit kam, kann ich mir bis heute nicht erklären.

Ohne den Blickkontakt abreisen zu lassen, griff ich ihre Hand, die immer noch auf ihrer Brust lag, am Handgelenk, und zog sie mit sanfter Gewalt herab. Bis ihre Hand auf meinem Bauch zu liegen kam, direkt neben ihrer Linken.
Durch diese Position wurde ihr Busen leicht zusammen gedrückt, was ihn keck nach vorne schob.
Die Perfektion, der ich gewahr wurde, ist für mich selbst jetzt noch nur schwer in Worte zu kleiden.

Ihre Brüste ragten über mir auf wie ein Monument der Sinnlichkeit. Jeder Schwerkraft trotzend, wie es nur die Jugend vermag. Die vollen Rundungen wurden gekrönt von zart rosa schimmernden Vorhöfen. Ihre Brustwarzen waren fast in Gänze weich, nur als kleiner Knuppel mündeten sie.

„Wundervoll.“ hauchte ich erneut.
Es war so still im Zimmer, dass ich hören konnte, wie Sarah schnell und tief atmete. Ja, sogar das Geräusch meiner Finger auf ihrer Haut war zu vernehmen.

Ich ließ meine Fingerspitzen an Sarahs Armen herauf streichen; spürte Gänsehaut unter ihnen.
Sarah schloss erneut die Augen.
Ich kam an den Schultern an. Umfuhr die Rundungen ihrer Brüste. Sarahs Brustwarzen verhärteten sich Zusehens.
Gerade, als ich die untere Seite ihrer Brüste zart umrundete, presste Sarah die ersten Worte seit einer gefühlten Ewigkeit mit ihrem Atem heraus.

„Nimm sie in die Hände!“

Ich tat wie befohlen; umgriff ihre weiche Allgewalt mit beiden Händen. Sarah stöhnte auf, stütze sich mit den Händen auf meinem Brustkorb.
Mit leicht geöffneten Mund sah sie auf meine Hände, die sie umfingen. Sarahs Becken begann wieder sich leicht vor und zurück zu schieben. Dann sah sie mich an.

„Drück sie.“
Ich begann, ihr Fleisch zu kneten. Erst ganz leicht. Sarahs Bewegungen wurden deutlicher.
Sie richtete sich ein wenig auf.
„Fester!“
Ich kam dem nach. Sarah rieb sich immer stärker an mir. Ich spürte ihre Hitze an meinem steifen Glied.
Ich knetete ihre Brüste im Takt ihrer Stöße.
Sarah saß nun wieder gerade auf mir. Legte ihre Hände auf Meine. Massierte nun gemeinsam mit mir ihr festes Fleisch. Sah mich dabei stetig an. Teuflisch blitzte es in ihren Augen.

Ihre Stoßbewegung war nun raumgreifend geworden; sie rieb in weiten vor und zurück Bewegungen ihre Scham an meinem Glied, bis ich dachte, es würde sich an ihr entzünden und wie ein Holzscheit verglimmen.

Dann plötzlich hielt sie inne. Abrupt. Ihre Hände hielten Meine auf ihren Brüsten umklammert, das Gesicht wand sich gen Himmel. Sie hielt den Atem an.
Nur ihr Becken schob sich ganz langsam, aber fest auf mich gepresst, weiter nach unten. Wieder ruckartig nach oben. Wieder langsam nach unten.
Ein Laut, den ich noch nie vernommen hatte, entrang sich ihren Lippen. Sie stoppte ihre Bewegung.

Dann stieß sie regelrecht meine Hände von ihren Brüsten und ließ sich auf mich fallen. Umschlang mich.
Ihre harten Brustwarzen bohrten sich in meine Brust. Ihr Oberkörper rotierte leicht auf mir. Ich spürte, wie sich ihre Brüste bewegten; die Brustwarzen stellten quasi das Rotationszentrum dar. Ihr Becken machte noch leichte Auf- und Abbewegungen.
Sarah seufzte an meinem Hals.

Was war geschehen?

Ich hielt Sarah in meinen Armen; die rechte Hand auf ihrem Rücken, die Linke auf ihrer rechten Pobacke.
Hielt sie.
Streichelte sie.
Sarah fühlte sich wundervoll warm an. Ein leichter, elektrisierender Schweißfilm lag auf ihrer Haut. Sie roch so gut. Diese besondere Note konnte ich nicht eindeutig zuordnen; vernahm ich sie erst zum zweiten mal. Oder dritten? Egal.
Langsam kam Ruhe in ihre Bewegungen.
Sarah kuschelte sich dicht an mich.
Es war einfach nur schön, sie zu Halten.

Nach einer Weile; ich hatte schon beinahe den Eindruck, Sarah würde an meiner Schulter einschlummern, richtete sie sich unvermittelt leicht auf. Sah mich an.
Gerötete Wangen. Ein dunkel roter Fleck auf ihrer Stirn. Ihre Augen schwammen ein wenig. Mit einem Wort: Bezaubernd.

„Das war cool.“ Ein Lächeln stahl sich auf ihre Lippen. Wurde breiter. Es wirkte irgendwie ansteckend. Sodas wir schließlich uns, immer noch gegenseitig haltend, breit grinsend anschauten.

„Ich weiß ja nicht, wie es dir geht, aber ich rauch erst mal eine.“ Kam es letztlich von ihr, mit etwas wackliger Stimmer.

„Bin dabei!“ Ich wusste zwar nicht so richtig, warum, aber ich hatte ein absolutes Hochgefühl. Obwohl ich im Grunde gar nichts getan hatte, war ich mit irgendwas gut gewesen.
Hoffentlich hielt meine Glückssträhne noch ein wenig an!

Sarah stieg von mir und setzte sich neben mich. Ganz der Mann von Welt blieb ich einfach liegen.

Sie zog zwei Zigaretten aus der Packung. Mit einem „Bitte sehr!“ hielt sie mir eine hin. Nach dem ich die Fluppe im Mund hatte, bekam ich auch schon Feuer.
„Danke schön!“ Ich zog.

Sarah saß seitlich zu mir gewandt, den Ellenbogen des linken Arms, mit dem sie ihre Zigarette hielt, in die rechte Hand gestützt. Ihre Brüste, immer noch bloß gelegt, halb verborgen hinter ihrem Arm. Ich konnte die kleine Falte sehen an der Stelle, an der die Haut ihres Busens in den Rücken lief. Ein Bild, das sich mir einbrannte. Und noch heute, wenn ich es gewahr werde, immer ein Gefühl der Sehnsucht auslöst. In diesem Moment wurde diese Sehsucht begründet.
Den Blick hatte Sarah gen Wand gerichtet. Ich hatte allerdings nicht den Eindruck, als ob sie irgendwas ansah.
Ich genoss es einfach, da zu liegen. Zu rauchen. Und sie zu betrachten.
Wenn just in diesem Moment die Welt im Spiel der Neutronen ausgelöscht worden wäre; es hätte keinen Günstigeren für mich geben können.
Wundervoll wundervoll. Zack. Weg. Super.
Da wir aber nun heute wissen, dass auch damals unsere Welt nicht im Fieber getanzt hat, kam und ging dieser Moment.

Gedanken verloren genoss ich einfach nur diese wohlige Entspannung. Da zu liegen. Mit der Frau meiner Träume bei mir. Alles erreicht zu haben, wonach es schon so lange in mir schrie.
Dieses Glück. Dieses schlimm schöne Gefühl. Ich sog es, gleich des Rauches, in vollen Zügen in mich ein.

Ich spürte eine Hand auf meinem rechten Bein. Sah zu Sarah, welche mich nun wieder lächelnd betrachtete.
„Na du. Alles klar?“
Ich nickte.
„Und bei dir?“

„Alles super!“ Feixte Sarah mich an.
Während sie die letzten Züge ihrer Zigarette genoss, streichelte sie mit der Handfläche meinen Schenkel. Bis zu meinem Bauch hoch.
Dann biss sie, immer noch spitzbübisch lächelnd, auf ihre Unterlippe und ließ ihre Hand über den Schaft meines Glied wandern. Welches immer noch an meinem Bauch lag, ein gutes Stück hatte sich bereits aus dem Slip gestohlen. Und sogleich überrascht zuckte. Meine Blöße hatte ich aufgrund Ihrer ganz verdrängt.

Ich brummte unvermittelt. Sarah grinste breiter. Griff wieder zu; kurz oberhalb der Wurzel, und fuhr an mir herauf. Bis zu meiner Eichel.
Ich sah sie, mehr oder minder apathisch, an.

Plötzlich ließ sie mich so unerwartet los, wie sie mich angefasst hatte.
„Warte mal kurz.“ sprach sie und stieg wieder auf die Couch. Dieses mal jedoch auf der Höhe meiner Beine.
Beherzt griff sie an meine Unterhose.
„Pops hoch!“
Ich nahm den Pops hoch. Und schon lag ich ich komplett nackt rum. Für einen Moment überlegte ich, ob ich mich bedecken sollte. Kam aber zu dem Schluss, dass das wohl albern wäre.
So blieb ich liegen, wie ich war.

Sarah kniete vor mir, nur auf die linke Faust gestützt.
Sah zu mir herab. Viel mehr zu einem Teil von mir. Ihre schweren Brüste behielten baumelnd ihre Form bei.
Die rechte Hand Sarahs legte sich auf meine Hoden, welche sich spontan nach oben verziehen wollten. Ganz sanft hielt sie mich.
„Ich kann dich doch nicht einfach so hängen lassen.“ Kam es schmunzelnd von ihr. Meine Hoden immer noch mit der rechten haltend und packte sie mich mit der Linken kurz über der Wurzel. Hob mich an.
„Beziehungsweise stehen.“ Immer noch in sich hinein schmunzelnd. Als würde sie sich einen Witz erzählen, den sie noch nicht kannte.
Mit wem sie genau sprach, war auch in diesem Augenblick völlig offen.

Ihre Linke mich haltend, ließ sie meine Hoden frei. Umschloss mit der Rechten so weit möglich meinen Schaft kurz vor der Eichel. Ließ sie höher wandern. Erzeugten Blitze in ihr. Umschloss das wulstige Ende meines Gliedes. Drückten es mit leichten auf und ab Bewegungen. Ließ mich verkrampfen.

Dann drückte Sarah ihre Handfläche von oben gegen die Spitze meiner Eichel; rotierte mit Druck darüber. Ließ sie dann darauf liegen und massierte mich so; die Hand ein wenig öffnend, dann wieder schließend. Wieder öffnend.
Mit offenem Mund verfolgte ich mein süßes Martyrium. Sarah schien voll auf ihr Tun konzentriert; beachtete mich gar nicht.

Dann hielt sie inne und sah mich an.
„Gut?“ fragte sie, mit einem dunkeln Ausdruck in ihren Augen.

Ich schnellte nach vorn; umfing sie. Hielt mit den Händen ihren Po. Drückte ihn. Knetete diesen festen, größten aller Muskel. Spürte Sarah eng an mich gepresst. Ihre harten Brustwarzen an mir. Ihre weichen Brüste.
Sarah hatte mich während meines Überfalls nicht losgelassen. Rieb nun mit beiden Händen mein Glied.
Wir versanken erneut in einen Kuss, der seines gleichen suchte.

Plötzlich sank Sarah nach hinten; wobei sie mein Glied nicht losließ, sondern mit sich zog. Öffnete ihre Schenkel, um mich bei sich zu wissen.

Ich folgte ihr nach. Über sie gebeugt. Küsste sie. Sie rieb mich weiter. Mein Glied lag schwer auf ihrem Unterbauch.

Ich fuhr mit den Lippen an Sarahs rechter Halsseite herab. Küsste mich zur Schulter. Zur Armbeuge. Wieder zurück bis zu ihrem Brustbein. Ließ, einer Eingebung folgend, meine Zungenspitze dem Tal ihrer Brüste entlang wandern; bis ich die Unterseite ihres rechten Busens erreicht hatte. Dann glitten meine Lippen auf ihre Brust.

Ich schmeckte ihren köstlichen Schweiß; er hätte mich nähren können. Ein Leben lang.

Fuhr mit den Lippen zu Sarahs Brustwarze. Umschloss sie. Saugte sie ein. Ließ meine Zunge um die verhärtete Knospe kreisen.
Sarahs rechte Hand legte sich auf meinen Hinterkopf; zog mich zu ihr. Ein leises Keuchen kam von ihr. Ihre linke Hand hielt immer noch meine Eichel, welche, aufgrund meiner Wanderung, nun direkt vor dem lag, welches diesen unsagbaren Duft verströmte.

Ich fuhr mit meinem Mund zurück zum Hals. Dabei drückte die Kuppe meines Gliedes an ihre Scham. Sarah ließ meine Eichel los, nahm meinen Kopf in beide Hände. Zog mich zum Kuss heran.
Meine Eichel presste sich auf Sarahs Schambein.
Wir beide stöhnten auf.
Dieses wundervolle Druckgefühl, ähnlich dem, welches Sarah mich eben noch mit ihrer Hand fühlen ließ, war unbeschreiblich. Mein Glied wurde steifer.
Ich drückte zu. Sarah stöhnte. Ich drückte erneut. Und erneut. Spürte ihre Hitze an meiner Kuppe. Das raue Kratzen ihres Slips auf meiner Eichel. Hörte feuchtes Schmatzen, während ich mich an sie presste.
Sarah, krallte sich mit der linken Hand in meine Haare. Zog an ihnen in dem Rhythmus, in dem ich mich an sie drückte. Presste jedes mal ein atemloses „Hah“ heraus.

Ich stieß nun an sie an, immer und immer wieder. Es schien, als ob ich bei jedem Mal ein wenig weiter fahren konnte. Wenn auch nur minimal. Als ob meine Eichel, durch Sarahs Slip hindurch, von etwas, dass sich immer weiter öffnete, eingeschlossen wurde.

„Halt!“ Atemlos griff Sarah mit der rechten Hand meine Eichel, hielt sie fest. Ihre Linke zog an meinen Haaren.
Ich sah sie an.
Was sie in meinem Gesicht zu sehen schien, ließ ihre Augen groß werden.

„Bitte, nicht“ hauchte sie. „Bitte.“
Ich stoppte meinen Druck. Küsste ihre Nasenspitze.
„Ok.“
Das schien sie zu besänftigen. Sie spitzte ihre Lippen. Ich küsste sie.

Sarah hielt immer noch meine dicke, leicht pumpende Eichel in ihrer kleinen Faust.
Sie umschloss sie fester. Dann nahm sie ihre linke Hand aus meinen Haaren und umschloss mein Glied direkt hinter ihrer Faust. Durch die V-Form der Arme wurden die üppig weichen Kugeln zusammengepresst. Allein dieser Anblick ließ mein Glied zucken.
Ich legte meine Stirn an Ihre.
Sarah begann wieder, mich zu reiben. Ich entgegnete mit erneuten, zaghaften Stößen.

„Ich möchte, dass du kommst.“ Hauchte sie mir entgegen, während sie meine Eichel knetete. „Stoß in meine Hände.“
Sie bildete eine Tunnel mit beiden Händen; ich ließ mein Glied hindurch gleiten.

Wieder dieser Druck. Diesmal von allen Seiten. Ich empfand ein Gefühl der Geborgenheit. Als ob es so wäre, wie es sein muss.
Ich stieß nun durch Sarahs kleine Fäuste, die mich dennoch kraftvoll umschlossen. Meine Vorhaut wurde jedes Mal hoch geschoben, wenn ich zu Sarah drückte. Glitschig schmatzte sie, untermalten dadurch das Gefühl der Vollkommenheit, das sich in mir breit machte.

Ich merkte, wie mein Glied sich endgültig versteifte; meine Eichel begann sich pumpend aufzublähen.
Auch Sarah spürte dies, ließ in ihren Bemühungen in nichts nach.

„Ja, stoß zu, Ben. Stoß zu!“ kam es immer wieder gepresst von ihr.
Und ich stieß. Durch ihre Hände. Bis zu ihrem heißen Schoß.

Dann hielt ich inne. Kam.
Zäh quoll es aus meiner Eichel. Nach den ersten ein, zwei Schüben, begann ich, mich wieder gegen sie zu schieben. Und spritzte mein restliches Sperma in Sarahs Fäuste.
„Pump schön in meine Hand, Ben!“ Vernahm ich Sarahs heisere Worte.
Das dickflüssige Sekret schmatzte zwischen Sarahs Finger hindurch. Es wollte nicht enden, dieses herrliche Gefühl der Erleichterung.

Letztlich ließ ich nach. Ermattung bemächtigte sich meiner. Meine Stirn sank auf Sarahs Schulter. Schwer atmend lag ich, während sie noch immer mein Glied federleicht rieb.

Irgendwann, empfundene ein oder zwei Jahre später richtete ich mich auf.
Sarah lächelte zu mir herauf.

„Na, du Mufferküpchen!“ Ich musste feixen. Ja, der Vergleich kam hin. Jedenfalls, was das Pumpen anging.
Sarah ließ mein Glied frei, hielt sich die Hände vor das Gesicht.
Schloss die Finger, spreizte sie wieder.
Zäh zogen sich Fäden dabei.

„Cool.“ bemerkte sie erneut.
Dann schob sie mich mit den Handballen nach oben, um unter mir hervor zu kommen.

„Ich denke, ich wasch mir erst mal die Hände!“ grinte sie.

Und schon war sie draußen

Stumm sah ich ihr nach; eine wohlige Schwere breitete sich in mir aus. Ich ließ mich wieder auf die Couch sinken, den Kopf in den Kissen.
Meine Güte, war ich müde.
‘Jetzt bloß nicht einschlafen, bevor sie wieder kommt.’

Kurz, bevor ich den Kampf mit mir verlor, kam Sarah zurück. Zu meiner Überraschung hatte sie sich im Bad wieder vollständig bekleidet. Hatte gar nicht bemerkt, dass sie ihre Sachen mit nahm.

„Oh man, ich hab gar nicht mitbekommen, wie spät es schon ist!“
„Musst du schon los?“ fragte ich, ein wenig schläfrig vielleicht.
Ohne zu antworten sah sie sich hektisch um. Als sie wohl zu dem Schluss, dass sie alles bei sich hatte, setzte Sarah sich wieder an den Rand der Couch.
„Ja, tut mir leid.“ Dabei strich sie erneut über meine Wange. „Ich muss los, bevor meine Eltern die Bullen rufen.“ lächelte sie.
„Ok.“ Die Müdigkeit in meiner Stimme konnte ich kaum verhehlen.
Sarah sah traurig auf mich herab.
„Nicht böse sein…“
„Nein nein.“
Dann beugte sie sich herab und küsste meine Nasenspitze.
„Kommst du morgen zu mir?“ fragte sie.
Hoffnungsvoll sah ich zu ihr herauf.
„Gerne!“
„Schön!“ wieder streichelte sie meine Wange. „Aber bitte nicht vor um 4. Bis dahin hab ich zu tun.“
„Ok.“
„Denk bitte daran!“ ermahnte sie mich erneut.
„Ja, gut.“ Meine Glieder fühlten sich bleiern an.

Eine kleine Weile saß sie noch so.
Ihre Hand an meiner Wange.
Unsere Blicke vereint.
Man konnte fast meinen, ihr würde der Aufbruch nicht leicht fallen.
Schließlich sagte sie leise „Bleib ruhig liegen. Ich find allein raus.“
Beugte sich zu mir. Küsste meine Stirn. Meine Nasenspitze. Meinen Mund. Ganz sanft.

„Wann kommst du morgen zu mir?“ fragte sie mich; beinahe flüsternd.
„Nicht vor um 4.“ Murmelte ich zurück.
„Braver!“ lächelte sie, wobei sie mein Gesicht tätschelte.
Dann stand sie auf.
Löschte das Licht, als sie das Zimmer verließ.
Während ich in einen tiefen, traumlosen Schlaf glitt, hörte ich noch, wie die Wohnungstür ins Schloss fiel.

—————-

Am nächsten Morgen erwachte ich für meine Verhältnisse recht früh. So gut hatte ich mich schon lange nicht mehr gefühlt. Der gestrige Abend huschte vor meinem inneren Auge auf und ab.
So richtig glauben konnte ich zwar nicht, was ich da sah; aber ich wusste, dass es wahr war.
Sarah.
Sarah und ich. Wundervoll.
Wie konnte ich jemals geglaubt haben, dass sie unerreichbar für mich ist? Ein absurder Gedanke!
Und heute Nachmittag wollte sie mich schon wieder sehen.
Nicht irgendwann. Oder gar irgendwann vielleicht. Nein, heute.
Heute durfte ich sie bereits wieder in den Armen halten.

Ein unbändiges Gefühl der Freude füllte mich komplett aus.
Endlich war ich angekommen. Am Ziel meiner Träume. Und es war so einfach gewesen. Wie konnte ich glauben, dass es schwierig sein konnte, wenn es doch so einfach war.
Unverständlich.

Ich ging pfeifend unter die Dusche. Pfiff immer noch, als ich mir Frühstück machte. Wenn das anatomisch möglich wäre, hätte ich sogar während des Essens weiter gepfoffen. Gepfiffen.
So beschränkte ich mich auf summen.

Nach dem Frühstück überlegte ich, wie ich die Zeit verbringen konnte. Ich sollte ja erst gegen 4 bei ihr sein.
Da kam mir die Idee: Ein Mixed-Tape! Ja, das war es!
Mit den schönsten Balladen, die ich mochte. Deutsch und englisch.
Da gab es Einiges, wodurch ich möglicherweise das auf Band bannen konnte, was ich für Sarah empfand.
Sogleich ging ich ans Werk.

‘Nothing Else Matters’. Sehr gut. ‘More Than Words’. Ausgezeichnet. ‘Junimond’. Ja, das ging ans Herz. Bei der Auswahl fiel mir auf, dass die schönsten Liebeslieder eigentlich von Trennungs- oder anderem Schmerz handelten. Aber na ja, man konnte schließlich nicht alles haben.

Gegen 14 Uhr war ich mit einer Stunde Kassette fertig; ich war äußerst zufrieden mit meiner Arbeit; sorgfältig packte ich mein vertontes Emotionalleben ein. Ich würde es dann irgendwo bei ihr im Zimmer verstecken, dass sie es erst später fand.
Das ich drei Anläufe benötigte, eh ich ein brauchbares Päckchen geschnürt hatte, muss ja jetzt keiner wissen.
So, halb drei durch. Was nun?
Aufräumen!
Meine Eltern würden morgen gegen Mittag aus ihrem Urlaub zurück kommen; und wer weiß, ob ich heute Abend Gelegenheit dazu finden würde, Ordnung zu schaffen.
Gesagt, getan.

Nach ca. einer Stunde hatte ich die Wohnung besenrein hergestellt; es war nun kurz vor halb vier.
Und wie es meine innere Unruhe befahl, machte ich mich auf den Weg.
Wenn ich ein paar Minuten zu früh da sein würde, wäre das bestimmt auch ok.
Außerdem; ob ich nun hier wartete oder dort, war nun wieder auch egal. Meiner Ansicht nach.
Also war ich unterwegs.

Ich ging die mir ach so bekannte Strecke, welche ich schon tausend mal vorher ging. Aber dieses mal war es anders.
Ich musste mich immer wieder bremsen, dass ich nicht all zu schnell vorran kam.
Es zog mich so zu ihr.

Sonst waren meine Gedanken und Gefühle auf dem Weg zu Sarah eher zurückhaltend. Still. Mit einer Mischung aus Hoffnung und Verzweiflung. Wenn ich mir überhaupt mal gestattete, etwas zu empfinden.

Ich bog in die Straße ein, in der Sarah wohnte.
Und da sah ich es.
Den Grund, warum ich nicht früher da sein sollte.

Es war zwar noch weit entfernt, aber ich erkannte es sofort.
Ein pinkfarbenes Fahrrad.
Fionas pinkfarbenes Fahrrad.
Unverkennbar dämlich pink.

Unwillkürlich verlangsamte sich mein Schritt.

Fiona.

Wo soll ich da anfangen?

Fiona ging ebenfalls mit Sarah und mir in die selbe Klasse.
Und sie war Sarahs beste Freundin. Warum auch immer.
Und Fiona hasste mich. Warum auch immer.

Ich hatte ihr nie etwas getan, daran konnte es nicht liegen. War ich ja grundsätzlich der schweigsame Typ; wonach ich ihr kaum mal Grund gab, mich ernsthaft zu bemerken. Aber dennoch war ich immer ihr erstes Ziel gewesen, wenn sie eines brauchte.
Außerdem schien es, als ob sie glauben würde, Spott wäre die Krönung des Humors.
Zusammen gefasst: sie ließ kein gutes Haar an mir.
Das ich sie ebenfalls nicht besonders mochte, brauch ich wohl nicht weiter zu erwähnen.

Fiona ist der Grund, warum ich den später erscheinenden Film „Shrek“ nicht zu hundert Prozent gut finden würde.

‘Oh man, warum bin ich nicht etwas später los gegangen…’
Jetzt wurde mir auch klar, warum Sarah darauf beharrte, dass ich nicht vor vier Uhr bei ihr sein sollte. Sie hatte es nur gut gemeint.
Na ja, zu spät. Zum umkehren sowieso.
Also, was tun?

Ich überlegte kurz, dann kam ich zu dem Schluss, dass ich das machen sollte, was alles großen Männer in so einer Situation machen würden: sich verstecken und warten bis es vorbei ist.

Fionas grässlich pink leuchtendes Idioten-Fahrrad stand vor dem Hauseingang.
Also stellte ich mich hinter die Eingangstür; dort gab es eine kleine Einbuchtung, die dann zum Keller des Hauses führte. Und direkt vor der Kellertreppe war Sarahs Fenster.
Darunter stellte ich mich.
Und wartete.
Rauchend.

Die Zeit schien mir unendlich langsam zu vergehen. Von innen war durch das an gekippte Fenster an Sarahs Zimmer nichts zu hören.
Vielleicht machte sich Fiona schon daran, den Heimweg zu beschreiten?

In dem Moment, als ich noch diese hoffnungsvollen Gedanken formte, hörte ich Stimmen durch Sarahs Fenster.

„Ja, ich geh ja gleich los, lass mich doch wenigstens austrinken.“
Das war Fionas Stimme. Unverkennbar. Dieses kratzbürstige würde ich überall erkennen.

„Ich dachte ja nur, nicht das du zu spät kommst.“ beschwichtigte Sarah.

„Kommt mir aber eher so vor, als ob du mich los werden willst.“ kam stichelnd von Fiona. „Warum ist das wohl so?“

„Quatsch!“ Sarah.

„Erzähl mir nix, ich kenn dich zu gut!“ bohrte Fiona weiter. „Raus damit!“

Kurze Pause.

„Na ja, ich bekomm gleich Besuch.“ kam es kleinlaut von Sarah.

Mein Herz schlug etwas schneller. Ob das Sarah recht war, das ich hier lauschte? Wenn auch ungewollt. Ich traute mich jedoch nicht, meinen Platz zu verlassen; aus Angst, entdeckt zu werden.

„Ha, wusst ichs doch, du kleines Luder!“ höhnte Fiona „Wer ist es?“

Wieder schweigen. Bis Fiona nochmals beharrte. „Raus damit!“

Die nächste Antwort verstand ich nicht.
Fiona wohl auch nicht, weshalb ich sie fragen hörte „Wer?“

„Ben!“ sagte Sarah. Lauter. Fast schon schreiend.

Wiederum Schweigen.

Dann wieder Fiona: „Was willen der hier?“ Etwas fassungslosen schwang in der Frage mit.

„Mich besuchen.“ kam es trotzig von Sarah.

Mir wurde heiß und kalt. Wohin sollte dieses Gespräch führen?

Plötzlich wurde das bis dahin an gekippte Fenster geschlossen; gleichsam enttäuscht und erleichtert nahm ich das zur Kenntnis.
Doch dann wurde es komplett geöffnet. Starr vor Schreck stand ich da. Ich konnte Sarah sehen; sie war keine zwei Meter von mir entfernt.
Aber sie sah mich nicht, da sie beim Öffnen immer noch den Blick auf ihre Gesprächspartnerin gerichtet hatte.
Das war knapp.

„So so, dich besuchen. Der will wohl was von dir.“ spottete Fiona gewohnt. „So ein Pfosten.“ schob sie noch charmant nach.

Sarah saß an dem Fenster. Rauchte. Und schwieg.

„Man da wäre ich zu gern dabei, wenn der Schwabbel sich an dich ran wanzt.“
Ich konnte Fionas hämisches Grinsen fast sehen.
„Der kriegt bestimmt sofort nen Steifen, wenn er nur an deine dicken Möpse denkt. Hä hä.“

„Lass gut sein, Fiona. So schlimm ist er nicht.“ versuchte Sarah die Wogen zu glätten.
Aber wenn sie mich jemals um meine Meinung gefragt hätte, wüsste sie, dass das bei Fiona nicht wirkt.

„Genau, Sarah. Scheiße soll ja auch gut schmecken. Millionen Fliegen können sich nicht irren!“ Erwiderte sie glucksend.

„Fiona!“ kam es nun etwas streng von Sarah. „Sprich nicht so von ihm.“

Schweigen.

Bis Fionas wieder quäkend anhob.

„Nee!“

Pause

„Neee, ich glaubs nich!“ wiederholte Fiona. „Du magst den Schwabbel!“

„Fiona!“

„Ich fass es nicht! Meine beste Freundin steht auf das Fettmonster!“

„Fiona! Hör auf!!“ Nun schrie Sarah wirklich.

Nun folgte wieder eine Pause.

Ich wollte das nicht hören.
Nicht heimlich.
Eigentlich gar nicht.

‘Der Lauscher an der Wand, Ben. Der Lauscher an der Wand’
‘Schnauze!’

„Ist ja gut, Sarah.“ kam es leicht herab lassend von Fiona. „Wo die Liebe hin fällt, wächst kein Gras mehr.“

Sarah schnaubte.

Doch Fiona war offensichtlich noch nicht mit ihrem Gedankengang fertig.

„Da kannst du dich von dem Moppel ja knacken lassen, wenn du ihn so gut findest. Wird sowieso langsam Zeit. Damit du das endlich hinter dir hast.“

„Du bist unmöglich.“

„Na stimmt doch. Ich kann dein Gebarme nicht mehr hören.
‘Buhu, alle haben schon. Nur ich nicht. Buhu. Wenn ich doch den Richtigen finden würde. Buhu buhu’.
Soll ich dir mal was sagen? Es gibt keinen ‘Richtigen’. Beim ersten Mal ist es immer Scheiße. Und danach fühlst du dich scheiße. Und den Typen findest du scheiße. Und dann kanns doch auch jemand machen, der scheiße ist.“

Diese Logik war so bestechend einfach wie verletzend.

„Fiona.“ sagte Sarah kopfschüttelnd.

Kurze Pause.

Dann fing Fiona wieder an. „Dann lass es doch von dem Dicken machen und gut. Lässt deine Glocken baumeln, fädelst den 5 Zentimeter Sportschnuller rein und schon hastes hinter dir.“

Kurze Pause. Sarah sah zu Boden.

„Oder habt ihr schon?“ Wieder Fiona.

„Nein!“

„Aber du willst!“ Hakte Fiona nach.

Schweigen. Sarah zog an ihrer Zigarette.

„Also?“ bohrte Fiona erneut.

„Ich weiß nicht.“ kam es leise von Sarah.

„Was weißt du nicht? Warum denn diesmal nicht?“ etwas genervtes schwang in Fionas Stimme.

Mein Herz pochte immer lauter.

„Na ja…“

„Was ‘na ja’?“

„Er ist ziemlich…“ stammelte Sarah.

„Ziemlich was?“ ätzte Fiona.

Dann sagte Sarah, fast geflüstert „Ziemlich… dick.“

Mein Herz setzte aus.

Fiona prustete los „Was du nicht sagst!“

„Nein.“ Sagte Sarah ganz ruhig. Zog erneut an ihrer Kippe.

Mein Herz verkrampfte sich.
‘Wie konnte sie nur?’

„Nein?“ fragte Fiona. Dann nach einer kurzen Pause. „Ach du scheiße.“

Dann lachte sie laut los. „Die Dramaqueen nun wieder!“

Sarah drückte ihre Zigarette aus. Sah Fiona an. Vermutlich.

Mein Herz rutschte abwärts.

„Nein, du verstehst nicht. Ich meine er ist echt fett…“

Im Satz drehte sie sich herum und warf die Zigarette aus dem Fenster.
Direkt an meine Stirn.
Sie prallte von mir ab, ohne das ich irgend reagierte.

Sarah starrte mich an. Ihre Augen wurden riesig. Ihre Hand hob sich zu ihrem Mund.

Ich weiß nicht, wie ich in dem Moment wirkte. Meine Augen fühlten sich irgendwie glasig an. Wenn das überhaupt geht.
Ich drehte mich um und ging. Bevor ich mich endgültig lächerlich machen konnte.
In meinen Ohren dröhnte es, als wenn ich unter einer Brücke den Klängen des Berufsverkehrs lauschen würde.
Es schien mir so, als ob jemand meinen Namen rufen würde. Aber das konnte ich nicht genau ausmachen.
Ich ging weiter.

‘Wie konnte ich glauben, dass…’

Etwas drückte in meiner Brust. Ich griff an meine Hemdtasche und zog ein Päckchen heraus. Achtlos warf ich es in den Straßengraben.

‘Wie konnte ich nur.’

Ich ging und ging, bis auch die inneren Stimmen nicht mehr weiter wussten.

Der Schmerz in meiner Brust ließ nicht nach. Er schien sich langsam ein zu graben.
Wie etwas Spitzes.
Wie ein Dorn.

Dieser verdammte Dorn.

ENDE

—————-

Epilog.

Das Wochenende verging. Stumpf und hohl.
Meine Eltern kamen pünktlich zu Hause an. Wohl auf.
Ob ihnen was an mir aufgefallen ist, weiß ich nicht genau. Sie haben sich jedenfalls nichts anmerken lassen.

In der Woche darauf begann meine Ausbildung.
Früh aufstehen, den ganzen Tag arbeiten, spät nach Hause. Der Vorteil war, dass ich zu tun hatte.

Ich sollte Sarah erst anderthalb Jahre später wieder sehen. Aber eher flüchtig.
Zu der Zeit war meine Cousine zu Besuch, und sie wollte unbedingt zur Disko.
Also bin ich mit. Obwohl ich solchen zelebrierten Tanzveranstaltungen eigentlich nichts abgewinnen konnte.
Aber da mein Cousinchen eine echt Liebe ist, tat ich ihr den Gefallen.
Und außerdem war sie viel zu hübsch, als das ich sie mit ihren damals siebzehn Jahren einfach so alleine hätte gehen lassen können.

Wie dem auch sei, nach gut zwei Stunden, in denen sich meine Base auf der Tanzfläche wild einen abzuckelte und ich krampfhaft den Tresen am umfallen hinderte, sah ich Sarah in der Ferne.
Ob sie mich auch sah, weiß ich nicht.

Kurz nach Mitternacht, meine Cousine hatte bereits die vierte Zigarette bei mir geschnorrt, welcher sie, wie den drei vorigen, nach drei Zügen und mit dem Satz “Mist, eigentlich wollte ich doch aufhören!” wieder im Aschenbecher den Garaus machte, beschloss ich, dass es Zeit wäre, den Heimweg anzutreten.

Beim Weg zum Auto sah ich dann Sarah nochmals; sie stand an einem Baum und ließ sich von einem Kerl abschlabbern.

Angeekelt ging ich weiter.
Ich war drüber weg.
Denk ich.

ENDE

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… des Sarah-Zykluses

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